Die automatische Clipprüfung in Yeşilçam Animation sorgt dafür, dass jeder erzeugte Videoclip auf der Premium-Stufe ein zweites Mal angesehen wird, bevor er in Ihren Film kommt. Ein prüfendes Modell untersucht den Clip Bild für Bild auf schwere Fehler, etwa ein rückwärts fahrendes Fahrzeug, ein abgelöstes Körperteil, ein verschwindendes Auge oder eine falsche Figur. Nur solche groben Mängel lösen eine Neuerzeugung aus, und diese ist auf 30 Prozent der Clips begrenzt. Hier erklären wir, warum wir die Prüfung so gebaut haben.
Warum generierte Clips eine Prüfung brauchen
Videomodelle sind beeindruckend, aber nicht zuverlässig im Sinne einer Kamera. Eine Kamera filmt, was vor ihr passiert; ein Videomodell erfindet jedes Bild neu. Meistens stimmt das Ergebnis. Manchmal aber verstößt es gegen die Physik oder gegen die Geschichte: Ein Auto fährt rückwärts, obwohl es davonfahren soll. Ein Arm löst sich für einige Bilder vom Körper. Eine Figur taucht auf, die nicht in die Szene gehört. In einem Film mit zwanzig oder dreißig Clips genügt ein einziger solcher Fehler, um den Eindruck des Ganzen zu beschädigen.
Bisher blieb diese Kontrolle beim Menschen: Film ansehen, Fehler finden, Szene neu erzeugen. Das kostet Zeit und Nerven, und viele bemerken den Fehler erst, nachdem sie den Film schon geteilt haben. Deshalb prüfen wir auf der Premium-Stufe jetzt automatisch.
Wie die Prüfung abläuft
- Ein Clip wird vom Videomodell erzeugt.
- Das prüfende Modell sieht sich den Clip Bild für Bild an und sucht nach schweren Fehlern.
- Findet es einen groben Mangel, wird der Clip neu erzeugt.
- Findet es nur kleine Unschönheiten oder nichts, bleibt der Clip, wie er ist.
- Nebenbei bestimmt das Modell, wo sich der Kopf jeder sprechenden Figur befindet, damit in Panelmation die Sprechblasen auf die richtige Person zeigen.
Zusätzlich gibt es eine Prüfung eine Stufe früher: Keyframes, also die Standbilder, aus denen Clips entstehen, werden auf Rahmen, Ränder und Letterbox-Balken untersucht. Ein Keyframe mit eingebautem Rahmen wird neu gezeichnet, bevor daraus ein teurer Clip wird.
Was als schwerer Fehler gilt
Die wichtigste Entscheidung war die Grenze zwischen „schwer“ und „klein“. Unsere Liste schwerer Fehler ist bewusst kurz und handfest:
- Physikalisch Unmögliches: ein Fahrzeug, das rückwärts fährt, wo es vorwärts fahren sollte.
- Körperliche Brüche: ein abgelöstes Bein oder ein Arm, der nicht mehr mit dem Körper verbunden ist.
- Verschwindende Gesichtsteile: ein Auge, das plötzlich fehlt.
- Falsche Besetzung: eine Figur, die nicht die ist, die in der Szene stehen soll.
Was nicht dazugehört: eine etwas andere Lichtstimmung als erwartet, ein Hintergrund, der sich leicht verändert, eine Geste, die man sich anders vorgestellt hätte. Das sind Geschmacksfragen, und ein prüfendes Modell sollte keine Geschmacksentscheidungen treffen.
Warum nur schwere Fehler
Man könnte die Prüfung strenger machen und alles neu erzeugen lassen, was nicht perfekt ist. Wir haben uns dagegen entschieden, aus drei Gründen. Erstens ist jede Neuerzeugung kein garantiert besserer Clip, sondern nur ein anderer. Ein Clip mit kleiner Unschönheit kann durch einen mit einem neuen, größeren Fehler ersetzt werden. Zweitens kostet jede Neuerzeugung Zeit; eine zu strenge Prüfung würde Ihren Film deutlich verlangsamen. Drittens entstünden Kosten, die in keinem Verhältnis zum Gewinn stehen. Eine Prüfung, die nur bei echten Brüchen eingreift, ist berechenbar und bringt den größten Nutzen pro Neuerzeugung.
Die 30-Prozent-Grenze
Die Neuerzeugung ist auf 30 Prozent der Clips eines Films begrenzt. Diese Grenze schützt vor einem seltenen, aber teuren Fall: einer Geschichte, bei der das Videomodell grundsätzlich Schwierigkeiten hat, etwa wegen einer sehr ungewöhnlichen Figur. Ohne Grenze könnte die Prüfung dann immer wieder neu erzeugen. Mit Grenze bleibt die Produktion planbar, und Ihre Kostenschätzung bleibt verlässlich. Wenn ein Film die Grenze erreicht, ist das außerdem ein nützliches Signal: Vermutlich lohnt es sich, die Figurenbeschreibung oder die Geschichte etwas klarer zu fassen.
Was die Prüfung kostet
Die Bildprüfung ist ein eigener Posten in der aufgeschlüsselten Kostenschätzung, die Sie vor dem Start sehen. Wie alle Posten ist sie Teil einer Obergrenze: Nach dem Auftrag messen wir den tatsächlichen Verbrauch und erstatten die Differenz automatisch. Werden weniger Clips neu erzeugt als eingeplant, zahlen Sie weniger. Die Regeln im Detail erklärt der Leitfaden Kosten und Erstattungen.
Was wir gelernt haben
Die meisten schweren Fehler entstehen in Bewegung: Fahrzeuge, Kämpfe, schnelle Drehungen. Ruhige Szenen mit Dialog sind selten betroffen. Und klare Figurenbeschreibungen oder gute Referenzbilder senken die Fehlerquote spürbar, weil das Videomodell weniger raten muss. Ein unerwarteter Nebeneffekt: Weil das prüfende Modell ohnehin jeden Clip ansieht, konnten wir ihm die Suche nach den Köpfen der Sprecher übertragen. So wurde aus der Qualitätskontrolle auch die Grundlage für die Sprechblasen in Panelmation.
Wer tiefer in das Thema einsteigen will, findet eine allgemeine Einordnung im Artikel Automatisierte Qualitätskontrolle für KI-Video. Ausprobieren können Sie die Prüfung in jedem Cinemation-Stil mit Videomodell, also in allen außer Shadowmation und Pixelmation, auf der Seite Animation, sobald Sie die Stufe Premium wählen.
Häufige Fragen
Auf welcher Stufe gibt es die Clipprüfung? Auf der Premium-Stufe. Dort wird jeder erzeugte Clip Bild für Bild auf schwere Fehler geprüft.
Werden auch kleine Fehler korrigiert? Nein. Nur grobe Mängel wie ein rückwärts fahrendes Fahrzeug, ein abgelöstes Körperteil, ein verschwindendes Auge oder eine falsche Figur lösen eine Neuerzeugung aus.
Wie viele Clips können neu erzeugt werden? Höchstens 30 Prozent der Clips eines Films. Die Grenze hält Dauer und Kosten planbar.
Zahle ich für eingeplante, aber nicht nötige Neuerzeugungen? Nein. Die Schätzung ist eine Obergrenze; nach dem Auftrag wird der tatsächliche Verbrauch gemessen und die Differenz automatisch erstattet.
