Eigene Figuren fügen Sie in Yeşilçam Animation im Bereich „Figuren“ mit „Figur hinzufügen“ hinzu: Sie geben jeder Figur einen Namen und beschreiben ihr Aussehen kurz oder laden ein Bild hoch. Pro Projekt sind bis zu vier Figuren möglich, und jede kann eine eigene Stimme bekommen. Die Namen werden in der Geschichte und im Dialog verwendet, das Aussehen bestimmt, wie die Figur in jeder Szene gezeichnet wird.

Wo Figuren verfügbar sind

Figuren sind optional – der Bereich trägt in der App den Zusatz „optional“. Sie finden ihn in allen Stilen der Cinemation-Familie (Wuxiamation, Celmation, Neonmation, Toymation, Toonmation, Shadowmation, Pixelmation, Panelmation, Claymation, Postermation), in Foliomation und in Puppetmation. In Puppetmation gibt es keinen Bild-Upload; dort legen Sie Figuren nur mit Namen und Beschreibung an. Stile wie Typemation, Papercraft oder Fluxmation arbeiten ohne Figuren.

Eine Figur anlegen: Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie einen Stil mit Figurenunterstützung und scrollen Sie zum Bereich „Figuren“.
  2. Klicken Sie auf „Figur hinzufügen“. Es erscheint eine Zeile mit dem Feld „Name“.
  3. Geben Sie einen kurzen, eindeutigen Namen ein, zum Beispiel „Mira“ oder „Kapitän Ole“. Dieser Name taucht später in der Geschichte und im Dialog auf.
  4. Beschreiben Sie im Feld „Aussehen: Farben, Kleidung, Accessoires“ in einem Satz, wie die Figur aussieht – oder klicken Sie auf „Bild hochladen“.
  5. Wählen Sie unter „Stimme“ eine Stimme aus oder lassen Sie „Stimme: automatisch“ stehen.
  6. Wiederholen Sie das für bis zu vier Figuren. Mit „Figur entfernen“ löschen Sie eine Zeile wieder.

Nutzen Sie die Namen dann auch in Ihrem Text unter „Was soll erzählt werden?“. „Mira findet auf dem Dachboden eine Karte, Kapitän Ole erkennt die Insel darauf“ gibt der Regie eine klare Zuordnung, wer was tut.

Beschreibung oder Bild: was gewinnt?

Sie haben zwei Wege, das Aussehen festzulegen. Die Textbeschreibung ist schnell und funktioniert in allen Figurenstilen. Das Referenzbild ist genauer: Es wird als JPG, PNG oder WebP mit höchstens 25 MB akzeptiert und schon im Browser verkleinert, bevor es hochgeladen wird. Laden Sie ein Bild hoch, wird das Beschreibungsfeld zur „Zusatznotiz (optional)“.

Wichtig: Wenn beides vorhanden ist, gewinnt das Referenzbild. Die Zeichnungen folgen dem Bild, nicht dem Text. Nutzen Sie die Zusatznotiz deshalb nicht, um dem Bild zu widersprechen („eigentlich hat sie rote Haare“), sondern um Dinge zu ergänzen, die das Bild nicht zeigt – etwa „trägt immer einen gelben Rucksack“ oder „ist ein kleiner Roboter, kein Mensch“.

Gute Beschreibungen schreiben

Eine gute Beschreibung ist kurz und visuell. Konzentrieren Sie sich auf das, was ein Zeichner sehen muss:

  • Farben: Haar-, Fell- oder Hautfarbe, Hauptfarbe der Kleidung.
  • Kleidung: ein markantes Teil reicht, etwa „grüner Umhang“ oder „gestreiftes Hemd“.
  • Accessoires: Brille, Hut, Schal, Werkzeug – Dinge, an denen man die Figur in jeder Szene wiedererkennt.
  • Art der Figur: Mensch, Tier, Roboter, Fabelwesen; bei Tieren auch die Größe.

Vermeiden Sie Charaktereigenschaften und Vorgeschichte im Aussehensfeld. „Mutig und neugierig“ lässt sich nicht zeichnen; das gehört in die Geschichte. „Kleiner roter Fuchs mit weißer Schwanzspitze und blauem Halstuch“ dagegen schon.

Tipps für gute Referenzbilder

Ein Referenzbild wirkt am besten, wenn die Figur darauf eindeutig zu erkennen ist. Diese Punkte helfen:

  • Eine Figur pro Bild. Gruppenfotos machen unklar, wer gemeint ist.
  • Ganzkörper oder Halbtotale. So ist auch die Kleidung sichtbar, nicht nur das Gesicht.
  • Ruhiger Hintergrund und gutes Licht. Starke Schatten und bunte Hintergründe lenken ab.
  • Keine Rahmen, Texte oder Wasserzeichen. Solche Elemente können in die Zeichnungen übernommen werden.
  • Passend zum Stil denken. Eine Skizze oder Illustration funktioniert genauso wie ein Foto; der gewählte Stil übersetzt das Aussehen in seine eigene Bildsprache, etwa in Knete bei Claymation oder in Pixel bei Pixelmation.

Lädt ein Bild nicht, zeigt die App „Das Bild konnte nicht hochgeladen werden, versuch es erneut.“ Solange ein Upload läuft, bittet sie mit „Warte, bis das Bild hochgeladen ist.“ um etwas Geduld, bevor Sie erstellen.

Stimmen für Ihre Figuren

Jede Figur kann eine eigene Stimme bekommen. Standardmäßig steht die Auswahl auf „Stimme: automatisch“; dann wird eine passende Stimme zugeteilt. Sie können aber auch gezielt männliche oder weibliche Stimmen wählen. In den Cinemation-Stilen bleibt diese Stimme im ganzen Film fest: Die Figur klingt in jeder Szene gleich, und in den Stilen mit Videomodell werden ihre Zeilen an die Mundbewegung angepasst; Shadowmation und Pixelmation haben keine Mundanimation. Wie das funktioniert, erklärt Lippensynchronität und Figurenstimmen. Damit Figuren überhaupt sprechen, stellen Sie unter „Sprache“ Dialog oder Beides ein – siehe Erzähler, Dialog und Untertitel.

Beispiel: ein Projekt mit zwei Figuren

Angenommen, Sie erstellen einen Celmation-Clip über zwei Freundinnen, die den letzten Zug erwischen wollen. Sie legen „Aylin“ mit einem Referenzbild an – eine Zeichnung, auf der sie mit rotem Schal und Schulranzen zu sehen ist – und schreiben als Zusatznotiz „trägt immer Kopfhörer um den Hals“. Die zweite Figur, „Jana“, beschreiben Sie nur mit Text: „kurze schwarze Haare, gelbe Regenjacke, Brille“. Aylin bekommt eine weibliche Stimme aus der Liste, bei Jana bleibt „Stimme: automatisch“. In Ihrem Text schreiben Sie: „Aylin und Jana rennen durch den Regen zum Bahnhof. Jana hat die Fahrkarten vergessen, Aylin hat eine Idee.“ Damit weiß die Regie, wer im Bild ist, wie jede Figur aussieht und wer was tut.

Häufige Fehler vermeiden

  • Zwei Figuren mit sehr ähnlichen Namen („Lena“ und „Lea“) verwirren Regie und Publikum. Wählen Sie unterscheidbare Namen.
  • Vier Figuren in einem 20-Sekunden-Film haben kaum Bildzeit. Für kurze Clips reichen ein oder zwei Figuren.
  • Figuren, die im Text nicht vorkommen, bekommen wenig zu tun. Erwähnen Sie jede Figur mindestens einmal in Ihrer Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Figuren kann ich pro Projekt anlegen? Bis zu vier. Jede hat einen Namen und entweder eine kurze Beschreibung oder ein hochgeladenes Bild.

Welche Bildformate kann ich hochladen? JPG, PNG und WebP bis 25 MB. Das Bild wird vor dem Hochladen im Browser verkleinert.

Was zählt, wenn Bild und Beschreibung sich widersprechen? Das Referenzbild. Die Zeichnungen folgen dem Bild; die Zusatznotiz sollte nur ergänzen, was das Bild nicht zeigt.

Kann ich in Puppetmation ein Bild hochladen? Nein. In Puppetmation legen Sie Figuren nur mit Namen und Beschreibung an.