Mit der Auswahl „Sprache“ legen Sie in Yeşilçam Animation fest, wer in Ihrem Film spricht: ein Erzähler, die Figuren selbst, beide zusammen oder niemand. Die vier Modi heißen Erzähler, Dialog, Beides und Stumm; dazu schalten Sie die Untertitel An oder Aus. Diese Anleitung erklärt, was jeder Modus bewirkt und für welche Art von Film er sich eignet.

Wo Sie die Sprachauswahl finden

Die Auswahl „Sprache“ erscheint in den Stilen mit Figuren: in allen Cinemation-Stilen und in Foliomation. Puppetmation hat Figuren, aber keine Sprachauswahl. In Typemation und Popbook gibt es keinen Dialog, weil dort der Text selbst der Inhalt ist. Die Auswahl steht im Formular direkt bei den Figuren, denn beides hängt eng zusammen: Wer sprechen soll, braucht einen Namen im Bereich „Figuren“.

Die vier Modi im Überblick

  • Erzähler: Eine einzige Erzählstimme führt durch den Film. Die Figuren handeln, sprechen aber nicht selbst. Die Stimme wählen Sie unter „Erzählstimme“ oder lassen sie auf „Automatisch“.
  • Dialog: Die Figuren sprechen miteinander, es gibt keinen Erzähler. Jede Figur spricht mit ihrer eigenen Stimme.
  • Beides: Ein Erzähler rahmt die Geschichte, und dazwischen sprechen die Figuren ihre Zeilen.
  • Stumm: Keine Stimme, nur Musik. Weil keine Sprache darübergelegt wird, mischt das Studio die Musik in diesem Modus lauter.

Wann Sie welchen Modus wählen

Erzähler: für Märchen, Erklärfilme und ruhige Stimmungen

Der Erzähler ist die sicherste Wahl, wenn Ihre Geschichte von außen erzählt wird – „Es war einmal ein kleiner Leuchtturm…“. Er eignet sich für Gute-Nacht-Geschichten, Markengeschichten, Rückblicke und alles, was viel Zusammenhang auf wenig Zeit transportieren muss. Ein Erzähler kann in einem Satz erklären, was sonst drei Dialogzeilen bräuchte.

Dialog: für Szenen, Humor und Figuren mit Persönlichkeit

Dialog macht einen Film lebendig. Er passt zu Sketchen, kleinen Konflikten, Werbespots mit zwei Figuren und allem, was von Schlagfertigkeit lebt. In den Cinemation-Stilen mit Videomodell bewegt das Videomodell dabei den Mund der sprechenden Figur, und die Zeile wird mit der festen Stimme dieser Figur an die Mundbewegung angepasst. In Shadowmation und Pixelmation, die eine 2,5D-Animations-Engine zeichnet, wird die Zeile ebenfalls mit der festen Stimme vertont und der Untertitel zeigt den Sprecher, eine Mundanimation gibt es dort aber nicht. Details stehen in Lippensynchronität und Figurenstimmen. Beachten Sie: Ohne Erzähler muss jede wichtige Information in den Zeilen oder in den Bildern stecken.

Beides: für längere Geschichten

Ab etwa einer Minute Länge ist die Kombination oft ideal. Der Erzähler überbrückt Zeitsprünge und Ortswechsel („Am nächsten Morgen…“), die Figuren sprechen in den Momenten, die zählen. So bleibt der Film verständlich und trotzdem persönlich.

Stumm: für Loops, Musikclips und internationale Zielgruppen

Stumm ist richtig, wenn der Film ohne Ton funktionieren soll oder wenn Musik die Hauptrolle spielt – etwa als Hintergrund auf einer Messe, als Social-Clip, der ohnehin meist ohne Ton läuft, oder für ein Publikum in mehreren Sprachen. Da die Musik lauter gemischt wird, wirkt ein stummer Film nicht leer.

Untertitel An oder Aus

Die Einstellung „Untertitel“ hat zwei Werte: An und Aus. Sind die Untertitel an, erscheint der gesprochene Text im Bild. Im Dialog zeigen die Untertitel zusätzlich den Namen der sprechenden Figur – so ist auch ohne Ton klar, wer gerade redet.

Schalten Sie Untertitel ein, wenn

  • Ihr Clip in sozialen Netzwerken läuft, wo viele Menschen ohne Ton schauen,
  • mehrere Figuren sprechen und das Publikum sie auseinanderhalten soll,
  • der Film in Unterricht oder Präsentationen gezeigt wird, wo Lesen das Verstehen unterstützt.

Lassen Sie sie aus, wenn das Bild für sich wirken soll, etwa bei ruhigen Kunstfilmen, oder wenn Sie später eigene Untertitel in einem Schnittprogramm setzen wollen. Im Modus Stumm gibt es naturgemäß nichts zu untertiteln.

So stellen Sie es Schritt für Schritt ein

  1. Wählen Sie einen Stil mit Figuren und legen Sie unter „Figuren“ mit „Figur hinzufügen“ mindestens eine Figur mit Namen an.
  2. Wählen Sie unter „Sprache“ den Modus: Erzähler, Dialog, Beides oder Stumm.
  3. Bei Erzähler oder Beides: Wählen Sie eine „Erzählstimme“ oder lassen Sie „Automatisch“ stehen.
  4. Bei Dialog oder Beides: Geben Sie jeder Figur unter „Stimme“ eine Stimme oder nutzen Sie „Stimme: automatisch“.
  5. Entscheiden Sie, wer den Dialog schreibt: Feld leer lassen (die Regie schreibt), „Dialog selbst schreiben“ oder „Dialog mit Sam schreiben“. Mehr dazu in Dialoge schreiben – selbst oder mit KI.
  6. Stellen Sie die „Untertitel“ auf An oder Aus.
  7. Prüfen Sie die „Geschätzten Kosten“ und klicken Sie auf „Erstellen“.

Beispiel: eine Geschichte, vier Fassungen

Nehmen Sie eine kleine Foliomation-Geschichte: In einer Winternacht bringt ein Papierfuchs namens Fenja eine verlorene Schneeflocke zu den Wolken zurück. Im Modus Erzähler hören Sie eine ruhige Stimme, die die Reise beschreibt, während Fenja durch die Scherenschnitt-Landschaft läuft – ideal als Gute-Nacht-Geschichte. Im Modus Dialog unterhält sich Fenja mit der Schneeflocke, die Angst vor dem Wind hat; die Szene wird intimer und verspielter. Im Modus Beides eröffnet der Erzähler die Nacht, Fenja und die Schneeflocke sprechen in der Mitte, und der Erzähler schließt mit einem Satz über die Wolken. Im Modus Stumm trägt allein die lauter gemischte Musik den Film, und die Bilder mit Schnee und Sternen stehen im Mittelpunkt. Dieselbe Idee ergibt also vier sehr unterschiedliche Filme – es lohnt sich, bei einer kurzen Testlänge zwei Modi auszuprobieren.

Tipps für verständliche Sprache

  • Kurze Zeilen. Gesprochene Sätze sollten deutlich kürzer sein als geschriebene. Eine Zeile pro Gedanke.
  • Nicht doppeln. Im Modus Beides sollte der Erzähler nicht wiederholen, was eine Figur gleich sagt.
  • Länge bedenken. Viel Text braucht Zeit. Wenn Sie 20 Sekunden wählen, reichen zwei, drei Dialogzeilen oder wenige Erzählsätze.
  • Musik bewusst wählen. Unter „Musik“ können Sie „Keine Musik“ wählen, wenn nur Stimmen zu hören sein sollen – oder mit „Beschreiben…“ eine Richtung vorgeben.

Welche Stile Figuren und Sprache unterstützen, zeigt die Übersicht auf /de/animation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Dialog und Beides? Bei Dialog sprechen nur die Figuren miteinander. Bei Beides kommt ein Erzähler hinzu, der die Geschichte zwischen den Zeilen der Figuren zusammenhält.

Gibt es im Modus Stumm trotzdem Musik? Ja. Stumm bedeutet keine Stimme, nur Musik, und die Musik wird dann lauter gemischt.

Zeigen die Untertitel, wer spricht? Ja. Im Dialog zeigen die Untertitel den Namen der sprechenden Figur.

Warum sehe ich die Sprachauswahl in Typemation nicht? Typemation und Popbook haben keinen Dialog, weil dort der Text selbst der Inhalt ist. Auch Puppetmation bietet keine Sprachauswahl.