Labmation erstellt mit KI ein interaktives Labor, das genau ein Konzept erklärt – zum Beispiel, wie der Fokus einer Kamera funktioniert. Statt ein Video anzuschauen, verändern Lernende selbst Werte und sehen sofort, was passiert. Das Labor wird von der KI gebaut, läuft in einem geschützten Bereich im Browser und wird per Link geteilt.

Was ein Labmation-Labor ist

Ein Labor in Labmation ist eine kleine, erforschbare Anwendung zu einem einzigen Thema. Das Beispiel in der App zeigt den Kamerafokus: ein auseinandergezogenes Objektiv, Lichtstrahlen, die durch die Linsen laufen, die Schärfeebene und die Blende. Wer die Blende verändert, sieht, wie sich die Schärfentiefe verschiebt. Genau diese Verbindung von Ursache und Wirkung macht ein Labor stärker als eine reine Erklärung: Man begreift ein Prinzip, indem man daran dreht.

In der Übersicht „Animationsstudios“ ist Labmation als „Interaktiv“ markiert. Mit „Beispiel-Labor öffnen“ können Sie das Kamerafokus-Labor ausprobieren, bevor Sie Ihr eigenes erstellen.

Ein Labor erstellen: Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie im Menü Animation und wählen Sie die Kachel Labmation.
  2. Beantworten Sie die Frage „Was wollen wir erforschen?“. Die App schlägt als Beispiele vor: „Wie funktioniert der Kamerafokus? Wie sieht das Sonnensystem maßstabsgetreu aus?“
  3. Formulieren Sie genau ein Konzept als Frage und nennen Sie, wenn möglich, die Größen, mit denen man spielen soll – etwa „Blende und Abstand“.
  4. Prüfen Sie die „Geschätzten Kosten“ und klicken Sie auf „Erstellen“.
  5. Öffnen Sie das Labor unter „Meine Arbeiten“ und probieren Sie alle Regler und Schaltflächen selbst aus.
  6. Wenn es passt, stellen Sie die „Sichtbarkeit“ auf „Öffentlich“ und teilen Sie den Link mit „Link kopieren“.

Gute Themen für ein Labor

Die besten Labore behandeln ein Konzept, bei dem man etwas verändern und eine sichtbare Wirkung beobachten kann. Einige Beispiele aus verschiedenen Fächern:

  • Physik: Wie verändert die Blende die Schärfentiefe? Warum pendelt ein langes Pendel langsamer? Wie bricht Licht an einer Wasseroberfläche?
  • Astronomie: Wie groß sind die Abstände im Sonnensystem wirklich? Warum gibt es Mondphasen?
  • Biologie: Wie hängen Licht und Wachstum einer Pflanze zusammen? Wie wirkt sich die Größe einer Population auf die Nahrung aus?
  • Mathematik: Was passiert mit einer Parabel, wenn man einen Faktor ändert? Wie entsteht Zinseszins?
  • Technik und Medien: Wie funktioniert der Kamerafokus? Wie mischen sich Farben am Bildschirm?

Weniger geeignet sind sehr breite Themen wie „die ganze Chemie“ oder reine Faktenfragen wie „Wann wurde Berlin gegründet?“. Das erste ist zu groß für ein Labor, das zweite hat nichts, woran man drehen könnte.

Die Frage richtig formulieren

Die Eingabe steuert, was die KI baut. Diese Formulierungen helfen:

  • Ein Konzept, eine Frage. „Wie verändert die Blende die Schärfentiefe?“ statt „Erkläre Fotografie“.
  • Variablen nennen. „Man soll die Pendellänge und den Startwinkel verändern können.“
  • Zielgruppe nennen. „Für die 8. Klasse“ oder „für Fotografie-Einsteiger“ hilft, die Sprache und Tiefe anzupassen.
  • Was sichtbar sein soll. „Zeige die Lichtstrahlen und die Schärfeebene.“

Ein Vorher-nachher-Beispiel zeigt den Unterschied. Eine schwache Eingabe wäre: „Pendel“. Eine starke Eingabe lautet: „Wie hängt die Schwingungsdauer eines Pendels von seiner Länge ab? Man soll die Länge und den Startwinkel verändern und die Zeit für eine Schwingung ablesen können. Für die 9. Klasse.“ Die zweite Fassung nennt das Konzept, die Variablen, das Messergebnis und das Publikum – alles, was ein gutes Labor braucht. Vier, fünf Sätze genügen; ein ganzes Arbeitsblatt ist nicht nötig.

Sicherheit: der geschützte Bereich

Ein Labor ist eine kleine Anwendung, die von der KI gebaut wird. Deshalb läuft es nicht einfach irgendwo, sondern in einem geschützten Bereich, einer Sandbox, im Browser. Die App sagt dazu: „Das Labor läuft in deinem Browser in einem geschützten Bereich.“ Das Labor ist so von der übrigen Seite abgeschottet. Für Schulen und Unternehmen ist das wichtig, denn Lernende öffnen nur einen Link und müssen nichts installieren.

Teilen im Unterricht und im Team

Unter „Sichtbarkeit“ wählen Sie „Privat“ („Nur du siehst dieses Labor.“) oder „Öffentlich“ („Jeder mit dem Link kann es ohne Anmeldung nutzen.“). Einige Einsatzideen:

  • Im Unterricht: Das Labor läuft am Whiteboard, die Klasse sagt voraus, was passiert, bevor jemand den Regler bewegt.
  • Als Arbeitsauftrag: Lernende erhalten den Link und einen kurzen Auftrag: „Finde die Einstellung, bei der nur die Blume scharf ist.“
  • In Schulungen: Ein technisches Prinzip wird im Team gemeinsam erkundet, statt nur Folien zu zeigen.
  • Auf Websites und in Kursen: Der Link ergänzt einen Text oder ein Video um einen Teil zum Ausprobieren.

Mit „Teilen beenden“ schließen Sie den Link wieder. Wenn Sie ein Konzept lieber als Geschichte mit Werten erzählen wollen, eignet sich Popbook – siehe Popbook für Klasse und Familie. Alle Stile im Überblick finden Sie in KI Animation erstellen: Einstieg und auf /de/animation.

Kosten und Tipps

Auch ein Labor wird vor dem Start in Tokens geschätzt; der geschätzte Betrag ist eine Obergrenze, und nicht genutzte Tokens werden nach Abschluss automatisch erstattet – siehe Animationskosten und Erstattungen. Lohnend ist es, zuerst ein kleines, klar umrissenes Labor zu bauen und es selbst zu testen. Wenn ein Aspekt fehlt, formulieren Sie die Frage für ein zweites Labor genauer, statt ein Labor mit allem zu überladen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Konzepte kann ein Labor erklären? Eines. Labmation ist darauf ausgelegt, genau ein Konzept erforschbar zu machen, zum Beispiel den Kamerafokus.

Ist es sicher, ein von KI gebautes Labor zu öffnen? Das Labor läuft in einem geschützten Bereich im Browser, getrennt vom Rest der Seite.

Brauchen Lernende ein Konto? Nein. Ist das Labor auf „Öffentlich“ gestellt, kann jeder mit dem Link es ohne Anmeldung nutzen.

Kann ich ein Labor wieder privat machen? Ja. Mit „Teilen beenden“ oder über „Sichtbarkeit“ stellen Sie es zurück auf „Privat“.